Atsu's bearbeitetes HausDer Elektriker hat wieder einmal stillschweigen seinen Termin verschoben und lässt mich weiterhin im Dunklen sitzen. In der letzten Woche waren des Öfteren andere Handwerker im Haus und haben unter anderem ein paar Wände betoniert.

Da ich über die Woche meist zeitig das Haus verlasse und spät zurück bin, werde ich den Blog nicht jeden Tag aktualisieren.

Fußball im Sitzen mit den Jungs vom InternatIch hatte heute mein erstes Gespräch mit meinem Mentee. Die Zeit in Ghana werde ich meiner Mentees begleiten und ihnen helfen Schritte im Glauben zu gehen. Ich hätte davor nicht gedacht, dass wir länger als einer dreiviertel Stunde reden, nur um uns kurz vorzustellen. Doch wir sind auf der gleichen Wellenlänge und verstehen uns gut.

„Teile die ghanaischen Jungs in Teams und gib ihnen eine Aufgabe!“ Nachdem wir das im Jungs-Internat gemacht hatten, waren der Eifer und die Motivation bei jedem geweckt. Sowohl in der Bibelarbeit als auch bei dem anschließenden Spiel waren die Jungs kaum zu bremsen.

Im WaisenhausAm Morgen habe ich wieder etwas mehr Respekt vor dem Bügeleisen bekommen, aber nicht etwa weil ich mich verbrannt habe, sondern weil das Bügeleisen wortwörtlich unter Strom steht und der Schutzleiter in Ghana auch nicht immer funktioniert.

Gerne bin ich auch bei den Kids vom Waisenhaus. Neben einigen Spielen haben wir mit ihnen gesungen und von Gottes Liebe erzählt.

Seit heute fühle ich mich in meinem Bett wie eine Prinzessin, da wir das Moskitonetz aufgehängt haben.

Morgenandacht in einer SchuleIn den ersten Andachten habe ich mich nur mit ausformulierten englischen Sätzen nach vorne getraut. Heute war es für mich kein Problem die über 120  Schüler bei einem Spiel anzuleiten. Die Fortschritte in meinem Englisch sind eindeutig zu erkennen.

Folgender Satz ist mir heute hängen geblieben: „Wenn Microsoft nach Ghana käme, dann hätten viele ein Problem.“ Auf mein „Warum?“ kam die Antwort: „In Ghana wird nicht gekauft, in Ghana wir gecrackt“ Und tatsächlich habe ich bis jetzt in Ghana noch kein einziges legal installiertes Programm gefunden. Windows 8 gibt es für 12 GHC, das entspricht 3 € und deckt die Kosten der gebrannten DVD.

Die am Montag verschluckte Gräte hat nun auch vollständig ihren Weg in den Magen fortgesetzt und kann nun somit keinen Schaden mehr anrichten, da die Magensäure um einiges gefährlicher ist.

Eine Gruppe beim BibelstudiumEs ist sehr erfreulich, dass die Zahl der Schüler in den Bibelkreisen weiter steigt. Allein heute haben wir 10 kleine Gruppen zu jeweils 6 Schülern betreut. Es ist ermutigend zu sehen, wie begeistert die Schüler die Bibel lesen.

So hat heute eine Schülern, die erst gar nicht kommen wollte, am Ende gesagt, dass sie über die kurze Zeit (von über eine Stunde) enttäuscht ist.

Den Besuch der American International High School finde ich immer besonders schön, weil hier neben der Schulleiterin einige anderer Weise arbeiten aber auch lernen. Da hier aber auch viele Schüler mit Immatrikulationshintergrund lernen, ist die Atmosphäre nicht so offen wie in den anderen Schulen. Trotzdem haben wir die Schüler heute mit einem Drama und einem Spiel gefesselt.

Improvisierte DynamolampeDa 3 Lampen von mir ganz oder teilweise ausgefallen sind, habe ich nun die Reste genommen und eine neue improvisierte Dynamotaschenlampe gebastelt. Somit habe ich mich auch der Kultur angepasst, da hier auch so gut wie alles repariert wird.

Die einen oder anderen improvisierten Sachen sind für mich echt ungewöhnlich. So ist manchmal das Nummernschild vom Auto mit einem Strick am Scheibenwischer befestigt und hängt dementsprechend schief, weil die Halterung fehlt. Bei einigen Autos wird die Hintertür auch nur von einem Strick noch zusammen gehalten.

Ansonsten sieht man hier viele ausrangierte Autos aus Deutschland, die oft noch die alte Firmenbeschriftung tragen.

Neben dem Wäsche waschen habe ich Zeit gefunden meinen Teamleiter "Mau-Mau" beizubringen. Und mit einem Endstand von 5:4 hat er auch noch gewonnen.

Ich weiß nun auch, wie es sich anfühlt, wenn eine Gräte im Hals stecken bleibt.

Jungs-HostelNach dem Gottesdienst, der heute in einer neuen und größeren Halle statt gefunden hat, ging es zu einem Jungs-Hostel. Hier werden wir jeden Sonntag "Refresh-Club" haben. Das heißt wir werden gemeinsam singen, beten und auf Gottes Wort hören, aber auch spielen.

Im WaisenhausNach knapp 2 Stunden Schlaf ging es 22:00 Uhr zur Kirche zur All-Night. Das ist so ähnlich wie Nachtgebet mit Lobpreis und Predigt. Anschließend ging es nur nochmal kurz zum Haus um zu essen und ein paar Sachen zu holen.

Danach ging es ins Waisenhaus. Mit den Kids hatten wir einer großartige Zeit. Neben einigen Liedern haben wir auch viele Spiele gemacht, um die Kinder besser kennen zu lernen.

Wir haben heute wieder viele Schüler mit unserer Andacht in der Schule erreicht. Es werden von Mal zu Mal mehr.

Am Nachmittag hat es plötzlich so stark geregnet, wie ich es nur selten in Deutschland erlebt habe. Der Spaß war aber nicht nach ein paar Minuten vorbei, sondern hat eine ganze Weile angehalten. Die Straßen haben sich in Bäche verwandelt und auch die Straßengräben wurden so mal gründlich von den normalerweise verhandenen Müll befreit. Da wir gerade auf dem Rückweg waren, sind wir trotz Regenschirm klatschnass am Haus angekommen.

Da heute auch das Gas zum Kochen alle war, sind wir auf einen Grill umgestiegen.

Bible-Study-KleingruppeHeute stand der Start von 2 Bible-Study-Clubs in 2 unterschiedlichen Schulen an. Für des erste Treffen sind erstaunlich viele Schüler gekommen. Aber damit wir konstruktiv mit den Schülern arbeiten können, splitten wir die Gruppe in kleinere Gruppen.

Dabei ist es nicht ungewöhnlich, dass die Schüler ein paar Jahre älter als ich sind. Doch in der Regel schätzen mich die Schüler auch 3-4 Jahre älter ein und keiner vermutet, dass ich erst 19 bin.

Die Kids lernen das Lied "Gottes Liebe ist so wunderbar" mit mirIn der heutigen Andacht habe ich den Schülern das Lied "Gottes Liebe ist so wunderbar" auf Deutsch beigebracht. Thematisch ging es darum, dass die Beziehung zu Gott die Grundlage für andere Beziehungen sein sollte.

Da es in Ghana so etwas wie Müllabfuhr nur bedingt gibt, lagert man oft den ganzen Müll etwas abseits vom Haus und von Zeit zu Zeit wird der Müll dann verbrannt. Heute wurde der Müllhaufen neben unseren Haus angezündet, den Gestank und die Abgase musste ich zum Glück nicht ertragen, da ich zum Hub-Day war. (Treffen mit den andern Teams in Accra)

Nun gibts auch Bilder von unsere Arbeit und von meiner Unterkunft bei Teamleiter Atsu:

Pais:Ghana - Erster Abschnitt

Technik im JugendgottesdienstHeute konnte ich im Jugendgottesdienst den Sound mixen. Dabei wird man immer wieder überrascht, weil einige Knöpfe und Schalter nicht funktionieren.

Integrity-KonferenzAm Abend ging es zu Abschlussveranstaltung von der "Integriy"- Konferenz in der Trinity Baptis Church. Hier hat man sehr deutlich gemerkt, wie real Gott ist und das er auch heute noch Wunder tut.

Hier ist auch wieder das wöchentliche Teamvideo auf Englisch.

Der Tagesstart war 6:00 Uhr geplant und ganz spontan hat er sich auf 8:00 Uhr verschoben. Wir haben ein Waisenhaus in Accra besucht, dass nur von Jungs bewohnt wird. Hier werden wir künftig Samstag vormittag arbeiten.

Da wir anschließen die Andachten für die kommende Woche vorbereitet haben, haben wir den kompletten Hochzeitsgottesdienst verpasst. Wenigsten waren wir anschließend bei der Ausgabe der Snacks und Getränke dabei.

Neben Malzbier, dass gefühlt nur aus Zuckerwasser besteht, gab es "dunkles Brot". Das habe ich aber auch erst als solches erkannt, als es mir gesagt wurde. Der Vollkornanteil ist verschwindend gering und die Konsistenz erinnert eher an einen Hefekloß als an Brot.

VerlobungHeute war wirklich ein sehr gefüllter Tag. 7:00 ging es los mit der zweiten Ministry in der .Preset High School. Diesmal haben schon über 80 Schüler teilgenommen.

Anschließend ging es zu einer Verlobung, zu der wir als Pais-Team eingeladen wurden. Nach der Vorstellung der Familien wurden Geschenke an die Familie der Frau übergeben. Anschließend kam auch das Paar hinzu und nach dem Einverständnis der Frau zu ihren Geschenken und einem kurzen Wort vom Pfarrer haben sich die beiden den Verlobungsring angesteckt. Haverim Devotion - Bibelstudium mit FreundenIch habe nicht allzuviel verstanden, da oft in der lokalen Sprache geredet wurde. Morgen ist dann die Hochzeit, zu der wir auch eingeladen sind.

Nach dem Festessen ging es wieder zu Preset. Dort haben wir eine Gruppe für Haverim-Devotion (Bibelstudium) gestartet. Es war das erste Mal und es waren schon fünf Schüler anwesend.

Impact Lives ClubEinen großen Teil der Zeit, haben wir heute mit der Planung für das Jahr verbracht.
Zum Mittagessen habe ich es geschafft eine vordere Fischhälfte inkl. Kopf zu essen. Und gerade der Kopf war schön knusprig. Man sollte sich eben nur nicht so viele Gedanken machen, dass man gerade das Angesicht von einem Fisch isst.

Am Nachmittag sind wir zum Impact Lives Club gegangen. Da ist man nicht einmal durch die Tür gegangen, da wir man schon lautstark von ein paar Kinder begrüßt und umklammert. Neben einer kurzen Andacht haben wir einige Spiel mit den Kids gemacht.

Zum Abenbrot gab es diesmal Obst. Das Obst hier ist nicht vergleichbar mit dem deutschen Obst. Gerade die Ananas schmeckt tausendmal besser. Neben Apfel und Banane gab es noch Powpow. Sehr gut schmecken auch die gesaltzten Erdnüsse, die es auch an jeder Ecke gibt.

Heute Nacht musste ich das Bett mit meinem Temkollegen Daniel teilen, weil von Temleiter Atsu die Zwillingsschwester da war und mit in seinem Raum geschlafen hat.

Die erste SchulstundeEs ist nicht gerade angenehm, wenn man früh zeitig aus dem Schlaf gerissen wird, weil ein 2-Meter-entfernder Hahn den Tag begrüßen muss. Und da außer den Gitterstäben und dem Moskitonetz nichts weiter den Schall zurückhält, ist es entsprechend unerträglich.

"Tauftagskerze"In der American International High School haben wir heute unsere erste Schulstunde gehalten. In den Klassen findet man Schüler aus allen möglichen Ländern und die Schüler sind meistens sehr verschlossen.

Und da heute auch mein Tauftag ist, habe ich das entsprechend gefeiert.