Zum Hub-Day treffen sich alle Pais-Teams aus einer Region. So haben sich heut die 4 Pais-Teams aus Accra in der Royalhous Church getroffen. Das 5. Team ist etwas weiter entfernt in Tamale und kann deswegen nicht mit teilnehmen. Neben einer Session gab es auch ein paar Informationen bezüglich Ebola und Cholera.

Ich habe jetzt schon von einigen gehört, dass sich Cholera hier in der Gegend ausbreitet. Aber es soll auch vereinzelt Ebolafälle geben. Viele gehen davon aus, dass es sich in den nächsten Monaten verschlimmert. In meiner Region ist mir bis jetzt noch kein Krankenfall bekannt. Trotzdem ist es weiterhin ein Gebetsanliegen, dass sich die Krankheiten nicht weiter ausbreiten.

Ich habe die Schulen in denen ich arbeite nun auch mit zur Karte hinzugefügt:

Zur Karte

Eigentlich hatte ich mir meine zweite Tro-Tro-Fahrt alleine etwas anders vorgestellt. Nachdem ich ein passendes Tro-Tro Richtung Atomic-Junction gefunden hatte und wir ungefähr die Hälfte des Weges hinter uns hatten, ist der Motor ausgegangen, weil kein Benzin mehr im Tank war. Nachdem der Geldkassiere vom Kleinbus Benzin von der nächsten Tankstelle geholt hatte, wollte das Tro-Tro auch nach mehreren Versuchen nicht anspringen. So habe ich dann zwangläufig ein Taxi genommen und bin sogar billiger davon gekommen.

Sehr interessant fand ich den Workshop über Gaben. Ich war natürlich punktlich um 9:00 Uhr zum eigentlichen Beginn da und habe nur die Reinigungsleute vorgefunden. Um 10:00 Uhr ging es dann endlich mit 5 Leuten los. Nach und nach wurde die Gruppe größer.14:30 Uhr kamen dann auch die Letzten von insgesamt ca. 20 Leuten um noch die letzte halbe Stunde mit zu erleben.

Die Mahlzeiten haben sich zwischen 2 und 1 pro Tag eingependelt, sodass sie auch entsprechend groß ausfallen.

Von ca. um 7:00 bis 14:00 Uhr war ich heute in den beiden Jugendgottesdiensten bei CEM, da unser Pais Team den Gottesdienstbesuchern vorgestellt wurde.

Heute haben wir unser zweites Teamvideo fertig gestellt. Diesmal ist aber kein deutscher Untertitel dabei:

Die Straßen nach dem RegenNach 5 Stunden Arbeit haben wir es geschafft, unsere erste 70-minütige Schulstunde über "God's Providence" (Gottes Führung bzw. Vorsehung) zu planen.

Die kurzen Schauer sorgen dafür, dass die Straßen und Wege sehr verschlammt sind.

Erste Ministry in der SchuleIch bin um 4:45 Uhr aufgestanden, damit wir rechtzeitig in der Schule sind um unsere erste Ministry (kurze Andacht) zu halten. Da es die erste Schulwoche in Ghana ist, wussten die Schüler noch nicht, dass Pais auch wieder an der Schule ist. Da nur 4 Schüler sich in unserem Raum aufhielten, hatten wir schon beschlossen zu gehen. Ein Mädchen kam auf uns zu und fragte, ob wir die Ministry halten können, so haben wir angefangen. Der Raum hat sich daraufhin sehr schnell gefüllt.

Anschließend haben wir uns an 3 weiteren Schulen, in denen wir arbeiten werden, vorgestellt. Am Nachmittag hatten wir ein Treffen mit dem Jugendpastor um uns kennen zu lernen und die Visionen, Erwartungen und Aufgaben zu klären.

Nach der Vorstellung bei 2 weiteren Schulen, ging es zurück ins Office zur Vorbereitung der Ministry.

Jetzt läuft auch endlich das Internet an Laptop und Handy. Auch meine Webseite habe ich gefixt und aktualisiert und sollte nun immer erreichbar sein.

Und ich konnte endlich Bilder hochladen:

Zu Bildern von "Ghana - Foundational Traning"

Erster Arbeitstag mit Team Pais North LegonIn den ersten Tagen gehen wir in die insgesamt 6 Schulen, die wir als Team besuchen, und stellen uns den Schuleitern vor und tauschen uns über die Visionen aus.

Heute haben wir die West African Senior High School (WASS) besucht.

Nach dem Gespräch sind wir zu CEM unsere Kirche gegangen. Dort haben wir im 5.Stock ein Büro, wo wir beten, singen und unsere Sachen vorbereiten können. Gleich nebenan ist die Küche in der wir Mittag essen.

Am Abend sollte ich wieder kochen, da das Essen am Vortag so gut war, so habe ich Nudeln mit Tomatensoße gemacht. Diesmal hat auch Daniel aus dem Team mit gegessen, weil er die Woche über auch bei Atsu ist.

 Independence Square (Unabhängigkeitsplatz)Diesen Dienstag hatten wir noch frei und so bin ich mit den anderen Deutschen und noch 2 anderen aus Kenia und Ghana in das Zentrum von Accra gefahren. Dort haben wir das Art-Center (Kunstzentrum) besucht. In diesem Gebäude sind viele kleine Läden mit typischen afrikanischen Sachen. Wenn man dort als Deutscher reinkommt, wird einem von allen Seiten etwas angeboten.

Anschließend haben wir noch den Independence Square (Unabhängigkeitsplatz) und den Strand angeschaut. Doch der Strand dort hatte mehr Müll als Sand.

Das letzte Stück von der Rückfahrt bin ich dann das erste Mal alleine mit einem Tro-Tro (Kleinbus) gefahren. Tro-Tros sind die öffentlichen Verkehrsmittel in Accra. Es gibt aber kein Plan für das Liniennetz noch Busfahrpläne. Die Ghanaer haben die Sachen im Kopf, ich lerne es gerade Stück für Stück.

Am Abend habe ich für Atsu und mich auf deutsche Art und Weise Nudeln mit Rührei gekocht. An manchen Stellen muss man etwas improvisieren, weil es z.B. keinen Käse gibt. Trotzdem war Atsu sehr begeistert von dem Essen.

Meine Finger schmerzen nach dem heutigen Morgen etwas, weil ich die Wäsche von der letzten Woche gemacht habe und es diesmal ziemlich viel war.

Die Tage heute und morgen sind für uns erstmal frei, so dass ich ein paar Sachen machen kann, wozu ich bis jetzt noch nicht Zeit gefunden habe.

Heute habe ich endlich meine SIM-Karte bekommen. Ich bin nun unter der ghanaischen Nummer +233 26 4483070 zu erreichen. Außerdem besitze ich nun auch den Surf-Stick von unserem Team, den ich für mich nutzen darf. Ich muss nur noch etwas Guthaben hohlen, damit ich ihn auch gebrauchen kann.

Heute gab es wieder ein lokales Gericht: Maisbrei zum Dippen in einer Art Zwiebel, Tomaten, Ei, Pfeffer, Ingwer und Knoblauch-Soße. Ich hatte das Gefühl, dass das der aufgesparte grüne Pfeffer von den letzten Tagen heute mit dabei war. Ich versuch mal den Gerad der Schärfe etwas zu beschreiben: Die ersten Bissen sind immer noch ganz in Ordnung, mit der Zeit brennt es aber im ganzen Mund. Nach einer Weile fängt dann auch die Nase an zu laufen und im Gesicht bilden sich die Schweißperlen. Trotzdem ist es sehr gesund, aber eben etwas scherzhaft.

Zum Frühstück gab es die Reste der aufgewärmten Nudeln von gestern.

Heute habe ich mit Atsu wieder den Zweiten Jugendgottesdienst in CEM besucht, dort wo ich arbeiten werde. Nachdem Gottesdienst sind wir per Taxi schnell wieder zurückgefahren, weil das Malariafieber Atsu sehr schwächt.

Ich kann nun auch sagen, dass ich einen Stromschlag aus der Steckdose überlebt habe. Beim Einstecken der zwei Drähte des Ventilators in die eigentlich abgeschaltete Steckdose hat es mich erwischt. Meine Finger waren trocken, sodass es nicht so schlimm war und ich auch keine bleibenden Schmerzen oder so habe.

AussendungsgottesdienstNachdem alles gepackt und geputzt war, ging es zu „Harvest International Chapel“. Dort hatten wir unseren Aussendungsgottesdienst inklusive Salbung. Die meisten sind anschließend in ihre Gastfamilie gegangen.

Nach der Verabschiedung ging es für mich erstmal zu meinem Teamleiter Atsu nach Hause, da noch nicht bekannt ist, in welche Gastfamilie ich komme. Neben Atsu wohnt noch sein Bruder in der Wohnung und seine Zwillingsschwester ist nur manchmal am Wochenende da.

Ich genieße es zu erleben, wie sich das Leben in Ghana abspielt. Ich konnte mit helfen beim Besorgen von Essen, Gas zum Kochen und Medizin gegen Malaria für Atsu. Leider hat es nicht geklappt eine SIM-Karte für mich zu bekommen.

Die Mahlzeiten sind hier nicht so regelmäßig, wie in Deutschland. So gab es heute z.B. eine große Mahlzeit am Nachmittag. Es gab gebratene Nudeln mit Tomate, Zwiebeln und Möhren. Wegen mir hat Atsu extra mal keinen Pfeffer rangemacht.

Mein Team: Pais North LegonHeute war schon der letzte Tag vom dreiwöchigen Foundational Training vorbei. Ich kann sagen, dass ich viel gelernt habe und durch den hohen Teil an Praxis mich auch gut ausprobieren konnte. Ich habe gemerkt, dass sich meine englische Sprachkenntnis verbessert hat, aber ich gerade bei der Aussprache noch Probleme habe.

Nach einem sehr umfangreichem Essen mit Nudeln, „Red Red“, Ananas und Erdnüssen stand am Abend noch eine Lobpreiszeit an.

Session: "Question and Question"Auf den Plan stand heute unter anderem die Session „Question and Question“.“Man sollte den Menschen nicht beibringen, was sie denken sollen, sondern wie sie denken sollen.“ Diesen Gedanken finde ich sehr gut und ich möchte das mit einer kleinen Geschichte untermalen:

Eine Frau kommt zu einem Maler und möchte ein Bild kaufen und fragt den Maler, welches Bild, das schönste ist. Darauf fragt der Maler: „Sind Sie verheiratet?“ Die Frau antwortet mit „Ja“. „Haben Sie Kinder?“ entgegnet der Maler. „Ja“. Da fragt der Maler: „Welches ihrer Kinder haben Sie am liebsten?“

Der Maler hat in dieser kurzen Geschichte keiner direkte Antwort gegeben, dennoch hat er die Gedanken der Frau durch Fragen so gelenkt, dass sie die Frage beantworten konnte.

Klavierstück mit HenriAm Abend stand eine Talente-Show an. Mit Henri, dem zweiten Deutschen, habe ich ein vierhändiges Klavierstück gespielt.

SessionUnsere vorbereitete Schulstunde mussten wir heute den Direktoren vortragen. Neben einem kurzen Anspiel habe ich ein kurzes Zeugnis über die Nutzung meiner Talente von Gott gegeben.

Das Wetter ist immer noch verhältnismäßig kühl. Meistens regnet es zwischen Frühstück und Mittagessen einmal heftig, aber am Nachmittag ist dann wieder schön.

MittagessenNun ist auch schon die letzte Woche vom Foundational Training angebrochen. Heute ging es um die Ausgestaltung von Schulstunden. Als Team mussten wir eine kurze Stunde vorbereiten.

Diese Woche widmen wir auch wieder viel Zeit dem Gebet. Wir beginnen den Tag mit einer halben Stunde Bibelstudium in unseren Teams. Anschließend ist eine halbe Stunde Lobpreis und Gebet. Vor dem Mittagessen und am Abend sind die zweite und dritte einstündige Gebetszeit.

Heute haben wir schließlich die vierte und damit letzte Kirche in Accra besucht, in der dieses Jahr ein Pais Team arbeiten wird. Das „World Prayer Center“ ist zwar nicht ganz so groß, aber dafür sehr schön und modern gehalten. Das 5. Team wird im Norden von Ghana in Tamale missionieren.

Heute habe ich auch eine Karte mit den Orten, wo ich gewesen bin erstellt:
Zur Karte!

Sonne, Strand und PalmenNach einer gefüllten Woche ging es heute zum Abspannen an den Strand. Die Wellen am Atlantischen Ozean waren sehr groß, sodass wir viel Spaß im Wasser hatten. An dem Strand habe ich zum ersten Mal auch andere Deutsche gesehen, ausgenommen natürlich die Paisler, ansonsten ist man eben immer ein Blickfang.

Auffällig waren auch die vielen Kinder die am Strand gespielt haben. So haben wir auch mit anderen zusammen Volleyball und Fußball gespielt.

Heute haben wir unser erstes Teamvideo gedreht:

Vom 21:00 – 1:00 Uhr stand heute das Nachgebet an, d.h. wir haben gebetet, gesungen und getanzt. Es war das erste Mal, dass ich so lange gebetet habe.

Mission auf der StraßeMeine Kurz-Predigt habe ich heute vor den Direktoren von Pais Ghana gehalten. Ich war natürlich etwas aufgeregt, aber ich habe es ganz gut hinbekommen.

Am Nachmittag sind wir in kleinen Gruppen losgegangen und haben den Leuten von Jesus erzählt. Ich war mit meinem Gruppenleiter Atsu unterwegs. Um die Leute besser zu erreichen, hat meist Atsu in der Stammsprache der Leute gesprochen und anschließend haben wir für die Leute gebetet.